german english russisch
Medizinische Untersuchung vor der Lidkorrektur
Haben Sie den Wunsch nach einer Lidkorrektur dem Chirurgen gegenüber geäußert und sind Sie sich über das Vorgehen einig geworden, steht je nach Ihrem Alter und Gesundheitszustand erstens eine allgemeinärztliche Untersuchung an (ernste oder leichte Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, körperliche Fitness, seelische Belastbarkeit). Dabei wird Ihr Operations- und Narkoserisiko eingeschätzt. Das wiederum kann den Ausschlag geben, ob der Eingriff durchgeführt werden kann, welche Narkoseart anzuraten ist und wie die Frage „Stationär oder Ambulant?“ zu beantworten ist.

Von insgesamt vier möglichen Risikogruppen sollte ein Wahleingriff ohne medizinische Notwendigkeit nur bei Risiko I oder II vorgenommen werden.

Das Risiko Stufe IV ist bei lebensbedrohlichen Krankheiten gegeben.

Von Stufe III spricht man bei ernsten Begleitkrankheiten, z.B.

• einem erst weniger als ein halbes Jahr zurückliegenden Herzinfarkt
• bei schwerem Asthma Bronchiale
• schweren Herzrhythmusstörungen
• Organschwächen wie mangelhaften Leber- oder Nierenfunktion
• schlecht eingestellter Zuckerkrankheit usw.


Eine medizinische Voruntersuchung kann gesundheitliche Schwachstellen aufdecken, die sich bis zum Operationszeitpunkt noch bessern und beheben lassen (z.B. starker Tabak- oder Alkoholkonsum, schlecht eingestellter Blutzucker usw.)

Krankheiten, die zu geschwollenen Lidern führen, wie Nierenschwäche oder Herzfehler, schließen eine Lidkorrektur aus – die Heilungstendenz wäre vermindert, und der gewünschte kosmetische Effekt ist nicht zu erreichen.

Bei schlecht eingestelltem hohem Blutdruck müssen vor der Operation zunächst zufriedenstellende Blutdruckwerte erreicht werden. Gewichtsreduktion, vernünftig dosierte Bewegung, ausreichende Entspannung sind Basismaßnahmen, die der Patient selbst ergreifen kann um den Blutdruck zu senken. Ein hoher Blutdruck kann bei der Lidkorrektur gefährlich werden, wenn zusätzlich eine Schwellung im Bereich des Augapfels hinzukommt – die Durchblutung der Augen kann dann schnell einen kritischen Punkt erreichen, an dem sie nicht mehr ausreicht, sodass Netzhaut- oder Sehnervenschäden eintreten können.