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Spezielle Risiken der Lidkorrektur
Wenn eine Schwellung der Augenbindehaut eintritt, so ist dies sehr schmerzhaft. Bei der Operation kann die Tränendrüse verletzt werden. Das kann sich beispielsweise durch eine verminderte Tränensekretion bemerkbar machen. Oft tritt allerdings eine schon vor der Operation verminderte Tränenabsonderung erst nach der Operation in Erscheinung.

Schließt sich das Lid wegen der anfänglichen Schwellung nicht richtig, kann das Auge austrocknen. Verwenden Sie die vom Arzt verordneten Tropfen bzw. Salben regelmäßig. Mit Rückgang der Schwellung funktioniert auch die Befeuchtung des Auges wieder.


Sehr selten ist eine Verletzung des Lidhebermuskels. Das Oberlid hängt nach unten und kann willentlich nicht mehr ausreichend geöffnet werden. Durch eine operationsbedingte Schwellung kann das Augenöffnen nach der Operation ebenfalls erschwert sein; diese Ursache ist jedoch harmlos und die Erscheinung nur vorübergehend.

Wenn sich auch die gesamte Narbe nur sehr selten verdickt, so wird gelegentlich doch eine Verdickung des Narbenausläufers am inneren oder äußeren Lidwinkel gesehen. Sie verliert sich innerhalb von 3-6 Monaten in aller Regel von selbst. Die Heilung kann durch leichtes Einmassieren einer Narbenpflegesalbe gefördert werden. Erst, wenn die Narbe nach einem halben Jahr immer noch verdickt ist, kann eine kleine Narbenkorrektur erwogen werden.

In der Lidhaut liegen zahlreiche Talgdrüsen. Wird ihr Ausgang durch die Bildung der OP-Narbe verengt, so können sie sich verstopfen und treten dann als weißliche Pünktchen (Milien) in Erscheinung. Sie können problemlos beseitigt werden. Ähnliche harmlose kleine Zysten finden sich (auch ohne Operation) bei vielen Menschen im Unterlidbereich.

Eine zu starke Verkürzung des Unterlides in vertikaler Richtung, beispielsweise durch stärkere Narbenschrumpfung, verhindert, dass sich das Unterlid direkt an den Augapfel anlegen kann. Es steht ab. Der vollständige Lidschluss ist nicht mehr möglich. Der Fachausdruck für dieses „Triefauge“ lautet Ektropium. Ist das Ektropium nicht nur eine anfängliche Schwellungsfolge, können leichtere Formen durch eine neue Lidwinkelfixierung oder eine Muskelstraffung behoben werden. Reicht das nicht aus, muss eine Hauttransplantation vorgenommen werden. Am besten ist indessen eine von vornherein sehr exakte Operationstechnik.