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News und Videos
In dieser Rubrik möchte ich sie künftig über aktuelle und geplante Aktivitäten, über Probleme, die unser Fachgebiet tangieren und neue Entwicklungen in diesem Bereich informieren.


Vom 14.-17. März 2018 organisierte Prof. Enrico Robotti den 6. Bergamo Open Rhinoplasty Course, der beste Nasenkongress, den ich in all den 40 Jahren, in denen ich mich mit der Nase beschäftige, besucht habe. Es waren alle namhaften Nasenchirurgen anwesend und aufgrund des höchst interessanten Programms kamen auch über 550 Teilnehmer aus 62 Ländern. Ich selbst hatte 10 Videopräsentationen, war an 2 Boxing-Ring-Panels beteiligt und durfte außerdem eine Keynote-Lecture und eine 1-stündige Masterclass-Lecture halten. Ich war also sehr beschäftigt. Die perfekte Organisation und das wissenschaftliche Niveau dieses globalen Mega-Kongresses waren hervorragend, aber es war auch sehr anstrengend. Die Sitzungen begannen schon um 06.45 und die Night-Owl-Session endete um Mitternacht.







Vom 7. bis 9. März war ich erneut zum European Rhinoplasty Course nach Brüssel eingeladen, der eine lange Tradition hat und zu dem Prof. Hellings immer Vertreter unterschiedlicher Operationskonzepte einlädt, was diesen Kurs für die Teilnehmer interessant macht. In diesem Jahr hatte er ausserdem Fred Menik, einen der besten Chirurgen auf dem Gebiet der Nasenrekonstruktion eingeladen, was für mich ein besonderes Highlight darstellte, da auch wir seine Behandlungsstrategien übernommen haben.







Am 28. Februar 2018 reiste ich um erstenmal nach Kasachstan, um in Almaty am 2. Eurasian Plastic Surgery Congress die Rhinoplasty Keynotelecture zu halten. Es war eine neue Erfahrung in diesem mir bis dahin unbekannten Land Kollegen zu treffen und Ihre Gastfreundschaft zu erleben. Es war zwar eine lange Reise dorthin, die aber jede Minute wert war.







Vom 10. bis zum 14. Januar 2018 organisierte The Society of Teachers of Otolaryngology and Head & Neck Surgery anlässlich des 75. Geburtstags ihres Gründers Professor Pusalkar einen wissenschaflichen Workshop auf Ceylon, zu dem ich als einer der drei Hauptredner als langjähriger Freund des Jubilars eingeladen war und zusammen mit Prof. Bootz aus Bonn und Prof. Sprekelsen aus Barcelona mit den Teilnehmern unsere langjährigen Erfahrungen und unsere aktuellen Behandlungsstrategien zu unseren Arbeitsgebieten, in meinem Fall also der funktionellen und ästhetischen Nasenchirurgie, diskutierten.






Vom 4. bis zum 7. Januar 2018 war ich zusammen mit meinem Nachfolger Dr. Haack als 'International Faculty' zum 70. Jahreskongress der Indischen HNO-Gesellschaft nach Indore eingeladen. Am Tag vor dem Kongress hatten wir Gelegenheit, unsere Operationstechniken live zu demonstrieren, wobei über 2000 HNO-Ärzte an diesem Kongress teilnahmen. Zudem konnten wir im Rahmen mehrerer 'Keynote Lectures' unsere Erfahrungen und Strategien zu ganz unterschiedlichen rhinochirurgischen Problemen darstellen und haben ein sehr positives Feedback erhalten.




Jahrestreffen des Expertenrats Deutscher Nasenchirurgen




MEDICON International Rhinoplasty Course
Ziel dieses von der Firma Medicon (Hersteller meiner Instrumente) am 16. und 17. November organisierten Liveoperationskurses war es,dass sich erfahrene Nasenchirurgen im Operationssaal direkt über chirurgische Details unsere Operationstechnik informieren,diese live sehen und diskutieren konnten.




Jahrestreffen des Expertenrats Deutscher Nasenchirurgen
Diese Gruppe trifft sich einmal im Jahr – in diesem Jahr am 18. November in Berlin, um einerseits einen Austausch von Spezialisten über Patientenprobleme und deren Behandlung zu ermöglichen, aber auch um einheitliche Vorgehensweisen bei verschiedenen Fragestellungen zu entwickeln wie zum Beispiel der Antibiotikaprophylaxe bei Rekonstruktionen mit Rippenknorpeltransplantaten.


Global Masters Aesthetic Symposium, Teheran
Vom 24. bis 27. Oktober war ich als internationaler Nasenexperte zu diesem hochkarätigen Symposium eingeladen, auf dem ich zusammen mit dem Kursdirektor Bahman Guyuron, Nazim Cerkes und Enrico Robotti über den aktuellen Goldstandard in den verschiedenen Bereichen der funktionellen und aesthetischen Nasenchirurgie referierte. Zwei volle Tage standen hierfür zur Vefügung und das Interesse der sehr zahlreichen Teilnehmer sowie deren Resonanz waren hervorragend. Man wurde  in jeder Hinsicht als Global Master behandelt, was den doch erheblichen Aufwand vergessen ließ.




Prof. W. Gubisch zusammen mit Prof. N. Cerkes, Prof. E. Robotti und Prof. Bahman Guyuron


Mit Prof. Bahman Guyuron, Cleveland/Ohio



28th Rhinoplasty Course , Utrecht 
Es war eine besondere Ehre als Lecturer of Honour von Dirk Menger und Gilbert Nolst-Trenite zu diesem in Europa schon lange etablierten Kurs eingeladen zu sein, bei dem ich außer der Honorary Lecture auch im Rahmen einer Liveoperation die von uns entwickelten Operationstechniken demonstrieren konnte. Es war eine sehr freundschaftliche Athmoshäre, die den Kurs prägte und ich habe den Aufenthalt in Utrecht sehr genossen, allerdings musste ich am nächsten Mittag schon wieder weiter in den Iran fliegen.




Jahrestagung in Venedig
Die Italienische HNO-Gesellschaft hielt am 7. Oktober ihre Jahrestagung in Venedig ab. Nachdem mich Stelio Moccela, den ich seit Jahrzehnten kenne, gebeten hatte dort die Lettura Magistrale, also den Hauptvortrag zu halten, hatte ich gerne zugesagt und konnte so das Wochenende in Venedig verbringen.




Jahrestagung der BAPRS, London
Am 5.und 6. Oktober fand in London die Jahrestagung der BAPRS, der Englischen Gesellschaft der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgen statt, bei der es in wesentlichen Teilen auch um die aktuellen Standards in der Nasenchirurgie ging. Deshalb war ich auch zu diesem Meeting eingeladen, das mir viel Spaß gemacht hat, wobei ich leider am Abend schon wieder weiterfliegen musste, um am nächsten Tag in Venedig die Lecture of Honour halten zu können.


Jahrestagung der EAFPS, Lissabon
Vom 27. bis zum 30. September 2017 fand die Jahrestagung der EAFPS in Lissabon statt,  zu der ich als Keynotespeaker eingeladen war. Ich habe mich gefreut, dass auch viele Freunde aus Nord- und Südamerika nach Portugal gekommen waren, die ich dort wieder treffen konnte. Das wissenschaftliche Programm, das von Antonio de Souza-Vieira zusammengestellt worden war, war hervorragend, leider war dieses Treffen aber von dem sehr unrühmlichen Verlauf der Vollversammlung überschattet, die die EAFPS in eine schwere Krise gestürzt und vor allem bei den Kollegen aus Amerika viel Unverständnis hervorgerufen hat.




Nasenkurs, Kassel
Vom 20. bis 22. September 2017  veranstaltet Stefan Maas nun schon zum 15ten Mal den nach  dem Internationalen Stuttgarter Kurs für Funktionelle und Aesthetische Nasenchirurgie zweitgrößten Nasenkurs in Deutschland in Kassel. Erneut habe ich dort als Facultymember und als Gastchirurg teilgenommen. Das besondere an diesem Kurs, der auch vom Berufsverband der Deutschen HNO-Ärzte unterstützt wird, ist der freundschaftliche Umgang miteinander, insbesondere der vielen HNO-Kollegen mit uns Plastischen Chirurgen, da dieses Verhältnis leider auch heute noch nicht immer und überall völlig entspannt ist.


2nd Arctic Rhinology, Lofoten
Vom 8. bis 12. September organisierten Jörg Törpel und Berke Andreassen den zweiten Arctic Rhinology-Kongress auf den Lofoten – eine tolle Idee, weil man sich zu dieser Jahreszeit kaum eine bessere Location vorstellen kann. Wegen anderer Veranstaltungen waren zwar nicht ganz so viele Teilnehmer gekommen wie erwartet, dafür konnten die Themen in einer sehr freundschaftlichen Athmosphäre sehr ausführlich dargestellt und intensiv diskutiert werden, sodass alle Teilnehmer sehr zufrieden waren. Während ich die verschiedenen Probleme der Nasenchirurgie darstellen konnte, hatte Valerie Lund aus London dieselbe Aufgabe im Bereich der Nasennebenhöhlenchirurgie übernommen. Mit dem Wetter hatten wir absolutes Glück, so dass auch das anschließende Social Program mit Fischen, Hiken und Biken unvergessliche Erinnerungen geschaffen hat.




6. Curso Internacional de Chirugia Plastica Facial, Cali/Kolumbien
Am 26 und 27. August veranstaltete Roxana Cobo Ihren 6. Curso Internacional de Chirugia Plastica Facial mit dem Thema „Rhinoplastia con los maestros“ in Cali/Kolumbien. Als Hauptredner hatte Sie Stephen Park aus Virginia und mich eingeladen. Die Anreise war mit 14 Stunden doch etwas aufwendiger als ich mir das vorgestellt hatte, der Congress selber war jedoch hervorragend und die Gastfreundschaft von Roxana einmalig. Ich hatte zwar 9 Vorträge und war somit gut beschäftigt, es hat mir aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Weil der Wetterbericht jeden Tag Regen angesagt hatte, hatte ich keine Verlängerung eingeplant, während meines ganzen Aufenthalts hatte ich aber keinen einzigen Tropfen Regen gesehen. Es war eine in jeder Hinsicht tolle Reise nach Südamerika, die ich nicht missen möchte.




7th International Congress of Pan Asian Academy of Facial Plastic Surgery combined with 4th Shiraz Rhinology International Course

Vom 11. bis 14 Juli hatte mich Dr. Ali Mesbahi zum viertenmal zum Internationalen Nasenkurs nach Shiraz, der kulturellen Hauptstadt des Iran eingeladen und erneut waren über 400 Teilnehmer gekommen, wobei in diesem Jahr dieser Kongress mit dem 7ten Kongress der asiatischen Gesellschaft für Gesichtschirurgie kombiniert war. Dieser Kongress ist immer hervorragend organisiert und ermöglicht es vielen Kollegen aus den umliegenden Ländern, für die es schwierig und finanziell kaum erschwinglich ist zu solchen Kongressen nach Europa oder nach Amerika zu reisen, sich über den aktuellen Stand und neue Techniken in der Nasenchirurgie zu informieren. Dies gelingt dadurch, dass Dr. Mesbahi die führenden Kollegen auf diesem Gebiet persönlich kennt und viele aufgrund Ihrer Freundschaft mit ihm nach Shiraz kommen und dort über Ihre Erfahrungen berichten. Es war erneut ein hevorragender und sehr erfolgreicher Kongress.

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6. Jahrestreffen der Rhinoplasty Society of Europe

Nachdem ich 2011 in Stuttgart zusammen mit Kollegen aus verschiedenen europäischen Ländern die Rhinoplasty Society of Europe gegründet habe,deren Ziel es ist Kollegen aus verschiedenen Fachrichtungen, d.h. Plastische Chirurgen, HNO-Ärzte und Kieferchirurgen, die an der Nasenchirurgie interessiert sind zusammenzubringen, konnten wir in diesem Jahr zusammen mit meinem Freund und derzeitigen Präsidenten der Russischen Gesellschaft für Plastische, Aesthetische und Wiederherstellungschirurgie, Dr.Konstantin Lipski den 6. Jahreskongress in ganz besonderer Art gestalten, nämlich als wissenschaftlichen Kongress auf einer Flusskreuzfahrt von Moskau nach St. Petersburg. Es war in jeder Hinsicht ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis. Auf einem Boot kann man Fragen nicht ausweichen und so war diese Flussreise auf der Moskwa, der Wolga und dem Wolga-Baltischen Seeweg bis zur Newa in wissenschaftlicher, aber auch in sozialer und kultureller Hinsicht eine ganz besondere Veranstaltung. Einerseits wurden die vielfältigen Problemstellungen der modernen Nasenchirurgie auf einem hohen Level intensiv diskutiert, denn die Faculty, der auch Prof. N. Cerkes und Prof. E. Robotti angehörten, war hochkarätig und alle Teilnehmer waren zwangsläufig immer anwesend, andererseits wurden durch die Exkursionen zu bedeutenden historischen Stätten auf dem Weg die russische Geschichte den Teilnehmern lebendig und verständlich nahegebracht. Die Stimmen der a-capella Männerchöre in den besuchten Klöstern werden immer in den Teilnehmern nachhallen. Und wenn man während der Weissen Nächte von Moskau nach St-Peterburg reist, so sind dies unvergessliche Erinnerungen, sodass es nicht verwundert, dass am Ende alle Teilnehmer begeistert waren und sich eine Wiederholung wünschten.


Bild 1: Moskau: Basilius Kathedrale


Bild 2: Vorträge vor vollem Auditorium auf dem Schiff


Bild 3: Vorträge vor vollem Auditorium auf dem Schiff


Bild 4: Prof. Gubisch, Prof. Cerkes, Prof. Robotti (v. links n. rechts)


Bild 5: Kloster in Uglic


Bild 6: Holzkirche in Kizhi/Karelien


Bild 7: Kirche in Svirstroy


Bild 8: Abendstimmung auf der Wolga auf dem Weg nach St. Petersburg


Unmittelbar nach dem 25. Jubiläumskongress in Stuttgart war ich zu “Masterclass in Rhinoplasty” der British Association of Plastic, Reconstructive and Aesthetic Surgery nach London in “The Royal Society of Medicine” eingeladen. Solch ein Kongress, der sich nur auf ein spezielles Thema konzentriert, ist fraglos sehr viel effektiver als Kongresse, die die ganze Bandbreite des Faches abdecken würden und ermöglicht es dann auch, mehr in die Tiefe zu gehen. Deshalb war dieses Meeting in London zusammen mit Nazim Cerkes, dem derzeitigen Präsident und Enrico Robotti, dem Präsident Elect der Rhinoplasty Society of Europe ein besonders fruchtbares Meeting für die Teilnehmer, da sie eine Diskussion der aktuellen Probleme in der Nasenchirurgie, dargestellt anhand  von Videopräsentationen und Vorträgen auf höchstem Niveau geboten bekamen.
 
Eine Woche vor meinem Kurs vom 9. – 21. April hatte mein Freund Prof. Peter Hellings zum European Rhinoplasty Course 2017 unter dem Titel „Exzellenz in Rhinoplasty“ nach Brüssel eingeladen. Auch dort hatte er hochkarätige Spezialisten versammelt, um gemeinsam  aktuelle Probleme der Nasenchirurgie zu diskutieren, wobei die Paneldiskussionen mit Videopräsentationen,  aber auch die Live-Demonstrationen von Fillerbehandlungen und die Vorstellung von 3-D-Modellen mit ihren Anwendungsmöglichkeiten  in der Nasenchirurgie großes Interesse fanden.


Der 25igste Jubiläumsnasenkurs, über den ich auch Eingangs berichtet habe, war fraglos der Höhepunkt.
Eine andere Kongressreihe, die ich zusammen mit Dr. Dirk Richter und Prof. Feller vor Jahren gestartet habe, ist das SOS-Meeting, wobei SOS für Secondary Optimizing Aesthetic Surgery steht. Bei diesen Kongressen mit Teilnehmern aus aller Welt werden jeweils an einem Tag Live-Operationen von zuvor nicht gelungenen, ästhetischen Eingriffen weltweit durch Spezialisten gezeigt und zwar alle Körperregionen betreffend. Am zweiten Tag werden dann jeweils die theoretischen Grundlagen für die Konzepte der Revisionsoperationen diskutiert, bzw. die Ergebnisse aus dem Vorjahr vorgestellt. Auch in diesem Jahr war es Dr. Richter gelungen eine hochkarätige Faculty nach Köln einzuladen und ich selbst habe eine anderenorts voroperierte Nase revidiert, wobei mein Nachfolger, Dr. Haack die Moderation des Eingriffs übernommen hat, was sicherlich für das Verständnis genauso wichtig ist, wie der Eingriff selbst. Außerdem haben wir dann im „Nasenpanel“ die verschiedenen Konzepte der Nasenrevisionen vorgestellt.
 
Um die Rhinoplasty Society of Europe, die ich vor sechs Jahren gegründet hatte, voranzubringen und für ihre Mitglieder attraktiv zu machen, hatte mein Nachfolger als Präsident Prof. Nazim Cerkes , Mitte März nach Istanbul zu einem „Anatomical Dissection“- Kurs eingeladen, an dem auch Prof. Robotti aus Italien und Dr. Yves Saban aus Frankreich teilgenommen haben. Die Arbeitsbedingungen in Istanbul waren sehr gut und die Kursgebühren sehr niedrig, so dass auch jüngere Kollegen diese Chance der Weiterbildung wahrnehmen konnten.


Seit 25 Jahren Nasenkurs in Stuttgart
Vom 25.-28. April fand der 25te Internationale Stuttgarter Nasenkurs statt, der mit dem 2ten Stuttgart Course for Nose Reconstruction kombiniert war. Seit einem Vierteljahrhundert hat sich dieser Kurs zu einem der weltweit attraktivsten Nasenkurse entwickelt, weil hier jährlich 10 Liveoperationen gezeigt werden, die nicht nur alle Schwierigkeitsgrade haben und in der Mehrzahl schwierige Revisionen darstellen, sondern weil hier nur ein Konzept, nämlich die Stuttgarter Schule demonstriert und mittels modernster audiovisueller Technik den Teilnehmer verständlich gemacht wird. Sehr häufig ist es bei Liveoperationen für die Teilnehmer verwirrend, zu entscheiden, welches Konzept tatsächlich funktioniert, wenn von verschiedenen Operateuren ganz unterschiedliche Strategien vertreten werden, die unter umständen auch gegensätzlich sind. Bei den Stuttgarter Kursen werden die demonstrierten Operationstechniken und die dahinterstehenden Konzepte mit eingeladenen Experten diskutiert und die Ergebnisse des Vorjahres dann gemeinsam beurteilt. Ferner wurden auch neue Formate für die Fort- und Weiterbildung in der Nasenchirurgie vorgestellt: Nach gemeinsamer Analyse von Form und Funktion entwickeln die Panelteilnehmer eine adäquates op Konzept, das dann mit unserer Strategie verglichen wird. Diese wird dann als Videoaufzeichnung zusammen mit dem erreichten Ergebnis gezeigt. Diese sehr praxisbezogene interaktive Vorgehen wurden von den Teilnehmern sehr geschätzt.

Als besonderer Höhepunkt diese Jubiläumskongresses, zu dem über 180 Teilnehmer aus der ganzen Welt kamen, war die Vorstellung des pünktlich zum Kongress erschienen Buches von Prof. Gubisch „Mastering Advanced Rhinoplasty". Gleichzeitig war der 25ste Jubiläumskongress ein idealer Zeitpunkt die Verantwortung für diesen so erfolgreichen Kurs an seinen Nachfolger Herrn Dr. Sebastian Haack zu übergeben.

Herr Dr. Helmut Fischer, der langjährige Oberarzt von Prof. Gubisch, mit dem zusammen er die Klinik für Plastische Gesichtschirurgie am Marienhospital aufgebaut hatte, organisierte im Anschluss an den Kurs für Funktionelle und ästhetische Nasenchirurgie den 2ten Stuttgarter Kurs für Nasenrekonstruktion, an dem auch der fraglos beste Chirurg auf diesem Gebiert, Fred Menick aus Tuscon/Arizona teilnahm. Kurse mit dieser Thematik werden nur selten angeboten und die mit anderen Experten aus Korea und Europa geführten Diskussionen begeisterten die sehr zahlreichen Teilnehmer.

Somit stellte Stuttgart erneut seine führende internationale Bedeutung in der Nasenchirurgie unter Beweis und viele Teilnehmer planen auch im nächsten Jahr wiederzukommen.

 

Interview SWR Landesschau Badenwürtemberg: Wolfgang Gubisch macht Nasen hübsch
Neben meiner Tätigkeit in der Klinik, wo ich an drei Tagen in der Woche Nasenkorrekturen durchführe, werde ich regelmäßig zu Kongressen in aller Welt eingeladen, um dort über meine Erfahrungen in der Nasenchirurgie zu berichten, nachdem ich mich schon 40 Jahre lang damit in ganz besonderer Weise beschäftige.

Neben Vorträgen und Videopräsentationen wurde ich im Januar 2017 gebeten in Porto im Rahmen des „Nose 2017“ Kongresses, eine Patientin zu operieren, die schon fünf Mal voroperiert war, deren Nase insgesamt aber viel zu kurz geriet, so dass man in die Nasenlöcher einsehen konnte (Schweinchennase). Die Schwierigkeit bestand bei ihr zudem darin, dass die Haut sehr dünn war, so dass man alle Unregelmäßigkeiten im Detail sehen konnte. In diesem Falle habe ich die Rekonstruktion und den Aufbau mit Hilfe von körpereigenem Rippenknorpel durchgeführt und konnte damit die Nase gut verlängern und die Unregelmäßigkeiten durch Knorpel, der zu einer Art Paste aufbereitet wurde, glätten.

Anfang Februar habe ich mit meinem Nachfolger Herrn Dr. Haack eine Einladung nach Indien angenommen, wo ich schon seit 40 Jahren solche Fortbildungen durchführe. Unser Ziel sind nicht Charity-Veranstaltungen für einzelne Patienten, sondern die dortigen Kollegen auf diesem anspruchsvollen chirurgischen Gebiet weiterzubilden.

Einer meiner Schüler aus Indien, Herr Dr. Virendra Gaishas, veranstaltete zum vierten Mal seinen Internationalen Nasenkurs in Pune und bat Herrn Haack und mich, dort neun sehr schwierige Patienten zu operieren. Die Komplexität dieser Operationen zeigt sich schon daran, dass wir in acht Fällen Rippenknorpeltransplantate zur Rekonstruktion verwenden mussten. Dieser Kurs war hervorragend organisiert und über 150 Kollegen aus ganz Indien waren gekommen um diese Operationen live mitzuerleben. Als Besonderheit dieses Kurses war ein Live-Stream eingerichtet, so dass Kollegen aus der ganzen Welt mit Hilfe eines Links die Eingriffe im Internet miterleben konnten. Nach Angaben des Organisators waren über 500 Teilnehmer weltweit eingeloggt und haben die Operationen mitverfolgt.

Zurück in Deutschland laufen jetzt die Vorbereitungen für das nächste große Ereignis, den 25-jährigen Nasen-Jubiläumskurs des Internationalen Stuttgarter Kurses für Funktionelle und Ästhetische Chirurgie. Die Besonderheit dieses Kurses liegt darin, dass Teilnehmer neun Live-Operationen meines Nachfolgers Herrn Dr. Haack und mir an zwei Tagen miterleben, wobei diese Eingriffe ausschließlich nach den von uns entwickelten Techniken und Konzepten vorgenommen werden, während bei anderen Kursen, wenn überhaupt noch Live-Operationen angeboten werden, die Eingriffe meist von verschiedenen Gastchirurgen durchgeführt werden, die unterschiedliche OP-Techniken haben und auch unterschiedliche Konzepte vertreten, so dass es für die Teilnehmer dann oft schwierig ist, am Ende eines Kurses zu entscheiden, was funktioniert und was eher problematisch einzuschätzen ist. Vorträge werden bei unserem Kurs immer weniger angeboten, dafür führen wir zusammen mit anderen Experten im Rahmen von Panel-Diskussionen Analysen von Patienten durch, entwickeln Therapiekonzepte und zeigen dann anhand von Videodokumentationen wie wir die Probleme gelöst haben. Dies erscheint uns sehr viel effektiver, als durch Vorträge Informationen weiterzugeben, die auch in einem Buch nachgelesen werden können. Unterstützt wird der Nasenkurs durch einen vorangehenden Dissektionskurs, bei dem sich jüngere Kollegen in der Anatomie mit den besonderen Strukturen der Nase vertraut machen können.

In diesem Jahr wird außerdem von meinem langjährigen Mitarbeiter, Herrn Oberarzt Dr. Fischer, der „2. Stuttgarter Nasenkurs für Nasenrekonstruktion“ angeboten. Die Problematik der Nasenrekonstruktion, die von der Deckung eines kleinen Defektes am Nasenflügel bis zur Totalrekonstruktion der gesamten Nase nach einer Tumoroperation reichen, hat viele Facetten und ist extrem komplex. Deshalb gibt es auch weltweit nur wenige Gelegenheiten, sich intensiv mit dieser Problematik auseinanderzusetzen und ich bin Herrn Fischer und meinem Nachfolger Herrn Haack sehr dankbar, dass sie diesen Kurs anbieten, da Defekte an der Nase nach Tumoroperationen sehr häufig, die Ergebnisse der Rekonstruktion aber oft unbefriedigend sind, wenn sie nicht von Spezialisten durchgeführt werden. Ziel kann es nicht sein, dass ein Defekt lediglich verschlossen wird, sondern dass die Rekonstruktion so gelingt, dass man nicht erkennt, dass ein Defekt überhaupt bestanden hat.