Professor Dr. med. Wolfgang Gubisch - Plastische, ästhetische und rekonstruktive Gesichts- und Halschirurgie am Marienhospital Stuttgart Ohrkorrektur durch Nahttechniken (wird von uns favorisiert) | Prof. Dr. med. Gubisch + Plastische Gesichtschirurgie am Marienhospital Stuttgart
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Ohrkorrektur durch Nahttechniken (wird von uns favorisiert)

Bei Nahttechniken ist das Risiko einer Heilungsstörung oder unschöner Knickbildungen vermindert. Der Knorpel steht allerdings unter Spannung.

Bei weichem Ohrknorpel lässt sich das Einschneiden des Knorpels vermeiden und die gewünschte Form allein mit Nähten herstellen. Dies gelingt nicht immer dauerhaft. Deshalb wird meist zusätzlich der Knorpel durch Schleifen ausgedünnt und dadurch biegsamer gemacht, letzteres gelingt auch durch oberflächliches Ritzen

Die Haut wird von einem Schnitt hinter dem Ohr aus vom Knorpel getrennt. Der Knorpel muss durch Schleifen ausgedünnt werden, um ausreichend formbar zu werden. Nun werden Nähte durch den Ohrknorpel gelegt und angezogen. Die Knoten liegen innen. Der Hautschnitt wird verschlossen und an den drei Messpunkten der Abstand der Ohrkante zum darunter liegenden Schädelknochen gemessen, um Vergleichswerte für die Operation der Gegenseite zu erhalten. Abschließend wird ein formender Salbenverband auf und um das Ohr gelegt und die Gegenseite operiert.

Bei der sogenannten Fadenmethode wird auch auf den Hautschnitt verzichtet

Vorteil: Komplikationen im Zusammenhang mit dem Einschneiden des Knorpels (z.B. sichtbare Knickbildung usw.) entfallen.

Nachteil: Der Knorpel wird hier in eine neue Form gezwungen und steht deshalb unter hoher Spannung. Um diese zu vermindern wird der Knorpel durch Schleifen ausgedünnt, oder durch Ritzen biegsammer gemacht. Ein Wiederabstehen des Ohres oder eine Überkorrektur (zu enges Anliegen an den Kopf) kann nicht ausgeschlossen werden. Die Naht kann reißen oder abgestoßen werden. Eine alleinige Nahttechnik ist problematisch und sollte wie beschrieben mit anderen Vorgehensweisen kombiniert werden.



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