1. In welchem Alter ist der Eingriff sinnvoll?
Für den rein ästhetischen Eingriff werden die Patienten immer jünger. Abgewartet werden sollte allerdings der Wachstumsschub im Gesicht, der in der Pubertät einsetzt. Ein Hinweis ist das Eintreten der monatlichen Regelblutung bzw. des Stimmbruchs. Danach warten wir noch etwa ein Jahr. Bei zu frühen Korrekturen an der Nasenscheidewand können die Wachstumszonen verletzt werden, sodass die Nase im Wachstum dann zurückbleibt..
Mit steigendem Alter lässt die Schrumpfungstendenz der Haut nach, die Regeneration des traumatisierten Gewebes verlangsamt sich. Ideal ist die Nasenkorrektur daher bis zum Alter von 30 bis 40 Jahren, dass heißt aber nicht, dass man ästhetische Nasenkorrekturen nicht auch bei deutlich älteren Patienten vornehmen könnte, zumal sich das Altern auch an der Nase bemerkbar macht. Das Längenwachstum der Knochen ist zwar mit etwa 20 Jahren abgeschlossen, aber Nase und Ohren wachsen weiter - sie werden länger und dicker. Dieser Effekt lässt sich auch in höherem Alter noch durch einen Eingriff ausgleichen, wenn das Narkose- und Operationsrisiko nicht aufgrund von Krankheiten zu stark erhöht ist.
2. Vollnarkose, Dämmerschlaf, örtliche Betäubung?
Prinzipiell haben Sie die Wahl zwischen Vollnarkose oder örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf. Komfortabler ist der Eingriff in Vollnarkose, möglich ist jedoch auch die andere Variante.
Je ausgedehnter der Eingriff ist, desto eher wird man Ihnen zur Vollnarkose raten. Im Allgemeinen belastet eine Vollnarkose den Körper stärker als die örtliche Betäubung mit Dämmerschlaf. Bei der Operation der Nase ergibt sich aber das Problem, dass die oberen Atemwege und das Operationsgebiet identisch sind. Bei Dämmerschlaf ist die Gefahr höher, dass Blut in die tiefen Atemwege gelangen und dort zu Komplikationen führen kann. Bei Vollnarkose ist der Zugang zu den Atemwegen kontrolliert und daher sicherer.
Durch örtliche Betäubung werden die Schmerzen zuverlässig ausgeschaltet. Das zusätzlich gegebene tief beruhigende Medikament lässt sie "dämmerschlafen" - Sie sind jederzeit weckbar, sodass dieser Schlaf nicht mit einer Narkose vergleichbar ist. Angenehmer empfinden die meisten Patienten aber die Vollnarkose, weil sie dann "ganz weg" sind.
3. Ambulanter oder stationärer Aufenthalt?
Die rein ästhetische Nasenkorrektur kann generell ambulant durchgeführt werden, wenn das Operations- oder Narkoserisiko nicht erhöht ist. Ein erhöhtes Operationsrisiko ist beispielsweise bei gesteigerter Blutungsneigung oder hohem Blutdruck gegeben, ein erhöhtes Narkoserisiko bei Begleitkrankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Zuckerkrankheit usw.
Wir selbst bevorzugen einen kurzen stationären Aufenthalt, nehmen den Patienten meist einen Tag vor der Operation auf und lassen ihn am Morgen nach der Operation nach Hause.
Voraussetzungen für einen ambulanten Eingriff
- der Chirurg muss über die Möglichkeit des ambulanten Operierens verfügen
- die Entfernung von zu Hause bis zur Ambulanz darf nicht zu groß sein, sodass der Patient bei Komplikationen innerhalb maximal einer halben Stunde Hilfe erhalten kann
- Sie haben jemanden, der Sie 1 - 2 Tage fahren/betreuen kann, denn 24 Stunden nach der Operation darf kein Fahrzeug geführt werden
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Vorteile des ambulanten Operierens
- Sie sparen die Kosten für die Hotel- oder Klinikunterbringung
- Sie begeben sich nach der Operation wieder in eine vertraute Atmosphäre, die Sie sich ganz nach Ihrem Geschmack vorbereiten können
Dennoch ist der stationäre Aufenthalt üblicher. Er ist sicherer, da bei Komplikationen - die das erfahrene Personal zuverlässiger beurteilen kann als der Patient zu Hause - sofort reagiert werden kann. Sie werden rundum versorgt und an die korrekten Maßnahmen zur Nachbehandlung erinnert. Bei rein ästhetischer Nasenkorrektur ohne Änderung der Nasenfunktion reicht eine Nacht stationär im Allgemeinen aus; bei zusätzlicher medizinischer Indikation beträgt der empfehlenswerte Aufenthalt 3 bis 4 Tage, bei ausgedehnteren Eingriffen auch länger.