Professor Dr. med. Wolfgang Gubisch - Plastische, ästhetische und rekonstruktive Gesichts- und Halschirurgie am Marienhospital Stuttgart Lasern: Doppelte Wirkung | Prof. Dr. med. Gubisch + Plastische Gesichtschirurgie am Marienhospital Stuttgart
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Lasern: Doppelte Wirkung
Laserstrahlen sind gebündelte energiereiche Lichtstrahlen. Diese werden nach dem Eindringen in die Haut in Wärme umgewandelt. Für die Hautglättung werden der ultragepulste Kohlendioxid(CO2)-Laser oder der YAG-Erbium-Laser eingesetzt. Sie unterscheiden sich in Wellenlänge des ausgesandten Lichtes und in der Wärmeentwicklung. „Ultragepulst“ bedeutet, dass der gesetzte Impuls nur Bruchteile von Millisekunden dauert. Die Energie wirkt in diesem Fall nur punktförmig ein und breitet sich nicht im umliegenden Gewebe aus, das unkontrolliert zerstört werden würde. Das Pulsen verringert damit das Risiko der Narbenbildung. Die Strahlung des YAG-Erbium-Lasers ist „kälter“, so dass er nicht gepulst werden muss. Durch die geringere Energie ist allerdings auch die straffende Tiefenwirkung auf die Kollagenfasern geringer.


Vorgehen
Ob die Laserfaltenglättung ambulant oder stationär vorgenommen wird, hängt von der Ausdehnung des behandelten Gebietes ab. Der gesamte Vorgang dauert zwischen 15 Minuten und 2 Stunden. Nur die obersten 0,03 bis 0,2 mm der Haut werden verdampft. Der Patient / die Patientin spürt das wie feine Nadelstiche. Deshalb wird das zu behandelnde Gebiet bei geringerer Ausdehnung örtlich betäubt und zusätzlich ein tief beruhigendes Mittel für den sogenannten "Dämmerschlaf" gegeben. Bei Behandlung des ganzen Gesichts ist dieses Vorgehen weniger praktikabel. Meist wird eine Vollnarkose empfohlen.

Nach der Laserbehandlung nässt die Haut, da ihr Oberflächenschutz fehlt. Damit sich kein fester Schorf bildet, erhält der Patient / die Patientin spezielle Pflegemittel, die sehr zuverlässig angewandt werden müssen. Falls sich dennoch Krusten bilden, dürfen sie nicht entfernt werden, sonst drohen Narben oder überpigmentierte Stellen.

Die Haut ist in der Regel mehr als 10 Wochen, manchmal sogar ein halbes Jahr lang gerötet. Kälte, Hitze, Sonnenbestrahlung (auch Solarien) müssen ein halbes Jahr lang von ihr fern gehalten werden.


Einsatzgebiet
Am besten – auch besser als durch ein Lifting – lassen sich Krähenfüße und Fältchen um den Mund herum lasern. Falten am Hals und am Dekolleté wie auch tiefe Zornes-, Nasolabial- und Stirnfalten sind für das Laserverfahren wenig bis gar nicht geeignet.


Risiken

Der Übergang zwischen der behandelten und der unbehandelten Haut kann auffallen, weil beide unterschiedlich getönt sind. Das lässt sich überschminken, aber wer kein Make up möchte, sollte sich eher für eine andere Methode entscheiden.

Störende Pigmentierungen treten vor allem dann auf, wenn die neugebildete Haut nicht ausreichend geschützt wird. Eine bakterielle Infektion ist selten. Sie wird mit Antibiotika behandelt. Das Risiko einer Herpesinfektion wird gesenkt, indem bei Patienten, die dazu neigen, bereits am Tag vor dem Eingriff bis fünf Tage danach antivirale Medikamente verordnet werden.

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