Soll ich mich ambulant oder stationär behandeln lassen? Welche Art der Betäubung erwartet mich? Wie lange dauern die Eingriffe? Ab wann kann ich mich mit der neuen Pracht präsentieren?
Manche Eingriffe bieten die Wahl ob Sie ambulant oder stationär kommen, bei anderen steht das außerfrage. Hier müssen Sie zur sorgfältigen Überwachung stationär bleiben. Das gilt für alle Facelifts, außer zum Beispiel begrenzten Eingriffen wie dem Brauenlift. Nach einem Facelift empfiehlt sich ein stationärer Aufenthalt von 2 - 3 Tagen. Laserbehandlungen, chemisches Peeling, Faltenunterspritzung können ambulant durchgeführt werden. Nach Vollnarkose bzw. bei ausgedehnteren Eingriffen ist es sicherer eine weitere Nacht in der Klinik zu bleiben.
Voraussetzungen für ambulantes Operieren?
• Eingriffe in örtlicher Betäubung mit oder ohne Dämmerschlaf, allenfalls kurze Vollnarkose
• Der Chirurg muss über die Möglichkeit des ambulanten Operierens verfügen
• Der Patient muss bei Komplikationen in maximal einer halben Stunde die Praxis/Klinik erreichen können
• Der Arzt muss telefonisch erreichbar sein
• Eine Betreuung und Begleitung zu Hause muss für 1–2 Tage, in den ersten 24 Stunden lückenlos, gegeben sein (bis 24 Stunden nach der Operation darf kein Fahrzeug geführt werden)
Vorteile ambulanter Eingriffe
• Sie sparen die Kosten für die Hotel- oder Klinikunterbringung
• Nach der Operation haben Sie wieder Ihre vertraute Atmosphäre um sich
Vorteile des stationären Aufenthaltes?
• Sie werden rundum von erfahrenem Personal versorgt und brauchen sich um nichts zu kümmern
• bei Komplikationen ist sofortiges Einschreiten möglich
• Falls Sie unsicher werden, ob eine Erscheinung nach der Operation normal ist oder als Hinweis auf eine Komplikation zu werten ist sind Sie von kompetentem Personal umgeben
• Sie werden an die Maßnahmen zur korrekten Nachbehandlung erinnert
Vollnarkose oder örtliche Betäubung?
Prinzipiell haben Sie die Wahl zwischen Vollnarkose oder örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf. Die meisten Operateure ziehen, wenn möglich, die örtliche Betäubung vor. Das Risiko ist schlicht geringer und die Schwellung weniger ausgeprägt. Bei der örtlichen Betäubung werden die Schmerzen durch ein örtlich wirkendes Betäubungsmittel ausgeschaltet. Ein tief beruhigendes Schlafmittel („Dämmerschlaf“) entführt Sie ins Reich der Träume, aus dem Sie jederzeit geweckt werden können.
Je ausgedehnter der Eingriff ist, desto eher wird Ihnen der Operateur zur Vollnarkose raten. Im Allgemeinen belastet eine Vollnarkose den Körper stärker, weil sie im gesamten Körper wirkt und auch wichtige Schutzreflexe ausschaltet. Bei Vollnarkose ist jedoch der Zugang zu den Atemwegen und die Sauerstoffversorgung kontrolliert und daher für längere Eingriffe sicherer.
Nach einer örtlichen Betäubung fühlt man sich schneller wieder fit. Die schmerzbefreiende Wirkung hält noch einige Stunden über die Operationszeit hinaus an. Nach einer Vollnarkose müssen die im Körper angereicherten Narkotika erst noch "ausgeschlafen" werden. Übelkeit und vorüber gehende Kreislaufprobleme werden häufig nach einer Vollnarkose (in bis zu einem Viertel der Fälle), selten jedoch nach örtlicher Betäubung beobachtet.
Wie lange dauert der Eingriff?
• Faltenunterspritzung: je Falte ca. 15 Minuten
• Laserbehandlung: 15 bis 120 Minuten (je nach Ausdehnung)
• Chemisches Peeling: nach Auftragen der Säure 30 Minuten Einwirkdauer (evtl. mehrere Sitzungen notwendig)
• Endoskopisches Lift: ca. 60 bis 90 Minuten
• Standardlift: 3 bis 5 Stunden
Ab wann kann ich mich in neuer Schönheit präsentieren?
Die Heilung verläuft individuell unterschiedlich, aber es lassen sich Faustregeln aufstellen. Am schnellsten wieder gesellschaftsfähig sind Sie nach einer Faltenunterspritzung. Mit Ausnahme der Fettunterspritzung, bei der zunächst mehr eingespritzt wird, als für das Glätten notwendig wäre.
Nach chemischem Peeling und Laserbehandlung ist die oberste Hautschicht großflächig „abgeschürft“. Folglich nässt die Haut entsprechend und verkrustet dann. Mindestens zwei Wochen ist das Aussehen nicht „partyfähig“.
Bei einem Lifting hängt die Heilungsphase von der Ausdehnung und der Technik ab. Werden zwei Schichten getrennt geliftet, sind die Schwellungen stärker als bei reiner Hautstraffung. Am 1. und 2. Tag nach der Operation sind die Schwellungen am stärksten, sie klingen dann innerhalb von 2-3 Wochen allmählich ab. Bei tiefen Techniken im Mittelgesicht können diese aber auch deutlich länger, sogar über Monate bestehen bleiben. Bei tiefen Techniken am Hals ist die Schwellung hingegen geringer.