Anatomische Grundlagen:
Welche Schichten werden geliftet?
Die wichtigsten Hautschichten (von außen nach innen) sind Hornhaut, Epidermis und Lederhaut. Darunter folgt das Unterhautfettgewebe und schließlich die Muskulatur.
Die Oberfläche besteht aus abgestorbenen Hautzellen, die als Schutz eine (dünne) Hornhaut bilden. In der Lederhaut liegen Kollagenfasern und elastische Fasern, die das Bindegewebe bilden. Sie verlieren allmählich ihre Elastizität.
• Die oberste Schicht wird gezielt „aufgefrischt“ durch Abschleifung (Dermabrasio)
• Laser
• Peeling
Für ein gründliches Facelift reicht es nicht aus, nur die Oberfläche, also allein die Haut zu behandeln. „Älter“ wirkt ein Gesicht nicht nur durch faltige Haut, auch durch abgesunkenes Unterhautgewebe, das aus Bindegewebe, Muskulatur und Fettgewebe besteht. Bei einer Faceliftoperation strafft man zunächst diese tieferen Strukturen, genannt SMAS (sub-muscular aponeurotic system). Erst anschließend wird der Überschuss an darüberliegender Haut entfernt. Da die Unterlage gestrafft ist, muss an der Haut kaum gezogen werden. Die Haut steht dabei deutlich weniger unter Spannung als bei einer alleinigen Hautstraffung. Bei einer zu starken Hautspannung würde das Gesicht maskenhaft aussehen und die Haut würde rasch „ausleiern“. Damit würden auch entstandene Narben markanter hervortreten.
Bei moderneren Verfahren wird weniger Haut abgelöst, dann das abgesunkene Unterhautfettgewebe senkrecht Richtung Stirn verlagert und abschließend der Hautüberschuss abgetragen. Durch die Gewebeverlagerung in senkrechter Richtung ist es möglich, dass die Narben nur bis zum Ohrläppchen reichen, durch die geringere Ausdehnung der Hautablösung können diese Verfahren auch bei Rauchern oder Patienten mit problematischer Hautdurchblutung (z. B. Diabetes) angewendet werden, da die Gefahr einer Durchblutungsstörung der Haut geringer ist.
Das abgesunkene Fettgewebe im mittleren Gesichtsbereich bildet die Nasolabialfalten. Dieses Fettgewebe kann mit einem Midfacelift angehoben werden.
Beim endoskopischen Lift (Schlüsselloch-Chirurgie), insbesondere beim endoskopischen Stirnlift, wird das Weichgewebe von sehr kleinen Schnitten aus im Haarbereich abgelöst und verlagert.